Warum man das iPad [nicht] braucht

Seit ich das iPad gesehen habe, bin ich mir sicher, dass ich es NICHT brauche. Ganz einfach deshalb, weil das iPad schlicht und ergreifend nur ein vergrößerter iPod Touch ist. Das iPad kann alles, was das iPhone auch kann (ausser telefonieren) – aber es kann nicht mehr. Es zeigt Webseiten mit den gleichen Beschränkungen an und es bietet keinerlei Vorteil gegenüber dem iPhone.

Wer ein iPhone in der Hand hat, der kann damit sofort umgehen – es ist intuitiv. Das wird das iPad auch sein. Aber es ist eben kein vollwertiger Laptopersatz, da es auf iPhone-Software setzt. Damit ist man den gleichen Beschränkungen unterworfen, die iPhone und iPod Touch auch haben – angefangen dabei, dass es kaum möglich ist, größere Mengen an Dateien auf den Geräten mit sich herumzutragen – schön wäre eine Synchronisation mit der Dropbox und entsprechende Bearbeitungsmöglichkeiten mit einem vollwertigen Word, Excel, Keynote, Pages, Numbers, etc. Aber es gibt nur kleine „mobile“ Versionen dieser Programme, die zwar rudimentäres Bearbeiten ermöglichen, aber kein echter Ersatz für einen Laptop sind.

Das Arbeiten mit der Touchtastatur stelle ich mir unergonomisch vor: Halte ich das iPad in der Hand, kann ich nicht bis zur Mitte des Bildschirms reichen und bin sowieso nur auf meine Daumen angewiesen – lege ich das iPad auf den Tisch, beuge ich mich direkt darüber – das hat mit Ergonomie nichts zu tun, oder warum genau haben Laptops einen hochklappbaren Bildschirm, der eben NICHT bis zum Tisch herunterzuklappen ist? Eben.

Also. Kein Mensch braucht das iPad. Zumindest niemand, der bereits einen Laptop und/oder ein iPhone sein Eigen nennt. Davon bin ich überzeugt. Das iPad ist eine nette Spielerei, die in einem Preissegment liegt, bei dem so manch einer denken wird „Ach komm, so zum Surfen auf dem Sofa ist das sicherlich ganz praktisch – und soooo teuer ist es ja auch nicht.“. Klassischer Fall von Zweit- oder Drittgerät also.

Soweit, so gut.

Und dann finde ich gerade diesen Link: http://createdigitalmusic.com/2010/03/31/ipad-apps-for-music-making-whats-coming-the-bigger-picture/ und sehe, was für geniale Musikapplikationen es auf dem iPad gibt bzw geben wird.

Und dazu fällt mir nur eines ein: „Ach wisst ihr, ihr könnt mich doch alle mal gerne haben, ehrlich…“

  1. Sebastian Dorok
    Sebastian Dorok1. Juni 2010

    Ob man das iPad vielleicht doch braucht, welche Vor- und welche Nachteile es im Schulalltag nach zwei Testtagen aufweist, beschreibt Felix in seinem Blog: http://www.bluemac.de/blog/2010/06/01/zwischenbericht-digitale-schultasche/

    Bleibt alles spannend…