Nach der Vorstellung des iPad 2 vor einigen Tagen war mir klar: Ich muss ein iPad 2 kaufen. Warum das, wenn ich doch ansonsten vom iPad als Produktionsgerät eigentlich gar nicht so überzeugt bin? Na, ist doch klar: Garageband kommt auf das iPad! Und mir war auch klar, dass das natürlich nur auf dem iPad 2 laufen würde. Also ein Grund, Geld in die Hand zu nehmen und Ende des Monats das nächste iPad zu kaufen. Doch weit gefehlt – als Garageband dann von Apple veröffentlicht wurde, stellte sich heraus, dass es sehr wohl kompatibel ist mit dem “alten” iPad!

Und was soll ich sagen? Die Features von Garageband muss ich eigentlich nicht mehr erläutern – Apple hat es geschafft, ein Mehrspuraudio und -MIDI Musikstudio auf das iPad zu bringen. Und zwar in einem Umfang und einer Qualität, dass alle Mitbewerber eigentlich nur erblassen können. Klar, Apple kann es sich wahrscheinlich eher leisten als eine kleine Softwareschmiede, ein so umfangreiches Produkt zu einem so niedrigen Preis (Garageband für das iPad kostet 3,99 Euro) anzubieten – aber was man für 3,99 Euro da in die Hand bekommt, das hat sich schon gewaschen:

  • verschiedene Softwaresynthesizer
  • einen einfachen Sampler
  • Gitarren- und Basssimulationen
  • verschiedene Loops
  • Mehrspuraufnahmen
  • virtuelle Gitarrenamps und -effekte
  • verschiedene Spielhilfen für Anfänger
  • etc.

All das gab es bisher auch schon im App-Store – aber nicht in einer einzigen Software und nicht mit dem Apple-typischen “möchte ich gerne anfassen”-Effekt. Keine Frage: Garageband für das iPad zeigt, was aus so einem Multitouchgerät herauszuholen ist – und wie ich schon öfter prophezeit habe, spielt das iPad besonders im Bereich Musikmachen bzw. Musikproduzieren seine Stärken aus. JETZT kann ich mir sogar vorstellen, dass der Einsatz von iPads im Musikunterricht Sinn machen könnte. 10 iPads (die alten Geräte vom Vorjahr werden ja momentan geradezu verschleudert zu Preisen um die 380,- Euro ;-)) mit installiertem Garageband würden somit keine 4.000 Euro kosten und man hätte direkt eine komplette Schulklasse mit Musikproduktionsmöglichkeiten ausgestattet – das ist schon wirklich eine reizvolle Idee.

Natürlich werden wir an meiner Schule keine iPads kaufen – dennoch hat Apple mit dieser App aber meiner Meinung nach ganz klar gezeigt, was es bedeutet, gute und innovative Software für das Multitouchgerät “iPad” zu schreiben. Chapeau, Apple, ich bin begeistert.

[PS: Ein iPad 2 würde sich allerdings noch immer anbieten, denn man merkt dem iPad 1 doch schon an, dass Garageband es an die Grenzen den Belastbarkeit bringt]
Garageband auf dem iPad
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