ACHTUNG: Aufgrund von technischen Problemen nach der Anpassung der Seite an die DSGVO sind momentane KEINE Downloads mehr auf der Seite. Ich arbeite an der Wiederherstellung der Downloadfunktion.

Du sollst keinen Workshop besuchen!

Ich bin ja gerade – noch – beim AfS-Bundeskongress in Lübeck. Wie immer sprüht die Kongress-Stadt vor Kreativität, vor Musiklehrern, die Spaß an ihrem Fach haben. Jeder Referent ist begeistert für und von seine(r) Sache und weiß auch die Teilnehmer zu begeistern. Während ich diesen Artikel verfasse groovt und live-arrangiert und beatboxt Richard Filz unten im großen Saal mit 80 Teilnehmern, neben mir versucht ein Unbekannter den Lugertverlag für ein Konzept von sich zu begeistern, ich habe meinen Verleger und sehr viele Bekannte und Freunde getroffen – alles sehr fein.

Im Gegensatz zu sonst mache ich diesmal keinen eigenen Workshop, sondern bin einfach nur Teilnehmer – sehr entspannt, einfach nur MITmachen zu dürfen und nicht selber für irgendwas verantwortlich zu sein.

Also habe ich vorgestern einen Workshop bei Kristoffer Thorning vom dänischen Chor Vocalline besucht. Der Bass und Beatboxer hat einen Workshop zum Thema “Vocal Technology” gehalten und in einem wunderbar mitreissenden Workshop gezeigt, dass ich mir JETZT, SOFORT und AUF DER STELLE ein KORG Kaoss Pad kaufen muss.

Kristoffer hat demonstriert, wie er mit dem eigentlich für DJs gebauten Gerät nicht nur LiveLooping sondern auch LiveEffekte mit Beatboxen und Chorgesang kombiniert – einfach toll! Ein Mikro, ein Gitarrenamp, das Kaoss Pad und ein paar Kabel, schon groovt die Hütte… Dabei ist er selber ein derartiger Technikfreak, dass man schon fast Angst bekommen könnte, gleichzeitig ist er aber ein so begeisterter Musikpädagoge und Kreativkopf, dass ich nur sagen kann, dass der Workshop für mich das absolute Highlight dieses Kongress war – wobei die in 50 Minuten anstehende Podiumsdiskussion über JeKi natürlich auch noch Potential hat ;-)

Das einzige, wirklich große Problem mit dem Workshop von vorgestern – und der Grund für diesen Blogeintrag – ist die Tatsache, dass ich nun das letzte noch fehlende Argument bekommen habe, mir das Kaoss Pad zu bestellen. Ich MUSS also jetzt 350,- Euro investieren. Geht ja gar nicht anders. Schließlich hat die beste Frau von allen, abends am Telefon, gesagt: “Das kostet 350,- Euro? Das ist ja gar nicht SOOOOO teuer.” Wahrscheinlich hat sie “…wie Deine anderen elektronischen Spielzeuge” dabei nur GEDACHT aber nicht ausgesprochen ;-)

Tja. Da stehe ich also. 90 Minuten Workshop. Einen Kopf voller Ideen. Und zwei Projekte:

1. Kaoss Pad bestellen
2. Endlich Beatboxen lernen

Wäre ich mal besser nicht zum Kongress gefahren ;-)